Bericht des Vorstandes

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Die Dortmunder Volksbank eG ist rückwirkend auf den 1. Januar 2025 mit der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG verschmolzen. Vor dieser Verschmelzung erfolgte für die ehemalige Volksbank Dortmund-Nordwest eG ein weiterer Umwandlungsvorgang durch Ausgliederung zum 1. Januar 2025. Es wurden Vermögen und Schulden an die BAG Bankaktiengesellschaft, Hamm, ausgegliedert. Die in diesem Bericht angegebenen Vorjahreszahlen der Bilanz stellen daher die zusammengefassten Vorjahreszahlen unserer Bank und der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG nach Ausgliederung an die BAG Bankaktiengesellschaft, Hamm, dar. Die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen ausschließlich den Vorjahreswerten der Dortmunder Volksbank eG.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1,1 % oder 131 Mio. € auf 11.652 Mio. €. Einschließlich der Bürgschaftsverpflichtungen und der unwiderruflichen Kreditzusagen ergab sich zum Jahresende ein Geschäftsvolumen von 12.173 Mio. €. Mit dieser Entwicklung sind wir zufrieden.

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Kreditgeschäft

Die Kundenforderungen erhöhten sich um 1,8 % oder 147 Mio. €, was nunmehr zu einem Kreditvolumen von 8.435 Mio. € führt. Das Kreditportfolio ist unverändert ausgewogen. Für alle erkennbaren Risiken haben wir nach strengen Maßstäben die erforderliche Vorsorge getroffen.

Kreditvolumen nach Kundengruppen

Liquiditätslage

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur unseres Instituts ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Sowohl für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als auch für die Net Stable Funding Ratio (NSFR) wurden die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen von jeweils 100,0 % an keinem Bankarbeitstag unterschritten. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche Finanz-Gruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und durch die Refinanzierungsfazilitäten der Europäischen Zentralbank bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund war die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Einlagengeschäft

Die Kundeneinlagen stiegen insgesamt um 2,6 % oder 214 Mio. € auf 8.484 Mio. €.

Einlagengeschäft

Bei den Spareinlagen gab es einen deutlichen Zuwachs um 13,1 %. Die Bestände in Termineinlagen waren zum Bilanzstichtag in ähnlicher Höhe rückläufig, während die Bestände in Sichteinlagen unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden anstiegen.

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Das Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft ist neben dem bilanzwirksamen Geschäft eine wichtige Ertragsquelle für die Bank. Im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit stehen dabei die Durchführung des Zahlungsverkehrs sowie die Vermittlung von Wertpapieren, Immobilien, Krediten, Versicherungen und Bausparverträgen für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden. Dabei arbeiten wir eng mit unseren Verbundpartnern – der SIGNAL IDUNA Gruppe, der R+V Versicherung, Union Investment, der MünchenerHyp, der DZ HYP sowie der Bausparkasse Schwäbisch Hall – zusammen, die mit ihren Produkten und Leistungen wichtige Bestandteile unseres Angebots darstellen. Mit der Entwicklung im Berichtsjahr sind wir zufrieden.

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Der Provisionserfolg stieg um 20,2 %. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Einführung neuer Kontomodelle sowie eine positive Entwicklung im Wertpapiergeschäft.

Filialen

Die Dortmunder Volksbank ist in Dortmund, Hamm, Unna, Schwerte, Kamen-Werne, Waltrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick, Henrichenburg, Lünen und Brambauer mit 32 Filialen vertreten. Außerhalb Dortmunds sind für die Bank Zweigniederlassungen eingetragen. Wir treten dort bewusst als ortsansässige Volksbank auf, um die Identifikation mit der Region zu dokumentieren.

Alle Zweigniederlassungen sind im Register der Hauptniederlassung beim Amtsgericht Dortmund unter der Genossenschaftsregister-Nr. 425 eingetragen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Erfolg der Bank basiert auf dem Vertrauen unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dieses kann nur mit motivierten, engagierten und gut ausgebildeten Fachkräften erreicht werden. Hier bietet die Bank ein vertrauensvolles und sehr attraktives Umfeld. Eine traditionell lange Betriebszugehörigkeit, verbunden mit einer geringen Fluktuation im Vergleich zu anderen Volksbanken, bestätigt die hohe Identifikation mit der Bank und ist zugleich Grund für die ausgeprägte Berufserfahrung.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belief sich zum Jahresende 2025 auf 1.353 (Vorjahr 1.267). Die Anzahl der Teilzeitkräfte betrug 427 (Vorjahr 390), die Zahl der Auszubildenden 110 (Vorjahr 95).

Um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 5.228 Tagen (Vorjahr 6.755 Tage) zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen freigestellt. Die Reduzierung gegenüber dem Jahr 2024 ergibt sich im Wesentlichen aus der erfolgreich umgesetzten Einführung von M365, die im Vorjahr zu einem Anstieg, insbesondere bei den stundenweisen Veranstaltungen, geführt hatte.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprechen wir an dieser Stelle gerne unseren Dank sowie unsere Anerkennung für ihre Leistungsbereitschaft und ihre Einsatzfreude aus. Durch ein hohes Maß an sozialer Verantwortung und durch freiwillige Leistungen, die über die tariflichen Vergütungen hinausgehen, haben wir das besondere Engagement auch im abgelaufenen Jahr honoriert.

Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat war offen und konstruktiv. Der Dank des Vorstandes gilt daher auch allen Mitgliedern des Betriebsrates für das vertrauensvolle Miteinander.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2025 haben wir unser Immobilienportfolio weiter aufgebaut. In Castrop-Rauxel wurden 12 Doppelhaushälften erworben, um Wohnraum für junge Familien zu schaffen. Planmäßig vorangeschritten ist zudem der Neubau unserer Niederlassung in Oer-Erkenschwick. Neben einer modernen Filiale sind dort zusätzlich 29 neue Wohneinheiten entstanden, die seit dem Frühjahr 2026 zur Vermietung bereitstehen. Ferner wird die Bank in Waltrop 50 Wohneinheiten in einem neuen Baugebiet errichten lassen. Auch der Ausbau von PV-Anlagen wurde weiter vorangetrieben und ist damit ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit der Bank.

Darüber hinaus haben wir größere Ersatzinvestitionen in die technische Ausstattung unserer Arbeitsplätze sowie in die Selbstbedienungsgeräte für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden vorgenommen.

Vermögenslage

Die in den aufsichtsrechtlichen Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien geforderten Eigenkapitalnormen haben wir stets erfüllt.

Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr 2025 wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital war von 729,5 Mio. € auf 715,1 Mio. € rückläufig und macht damit 6,1 % der Bilanzsumme aus. Ursächlich hierfür waren insbesondere Kündigungen von Geschäftsguthaben im Zusammenhang mit der Fusion mit der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG sowie die damit verbundenen Bereinigungen der übernommenen Bestände. Durch die Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB in Höhe von 38,3 Mio. € wurde diese Bilanzposition auf 416,9 Mio. € ausgeweitet, was 3,6 % der Bilanzsumme entspricht.

Ertragslage

Entgegen der bisherigen Darstellung der Vorjahreswerte der Dortmunder Volksbank inklusive der Vorjahreswerte der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG, erfolgt die Angabe der Vorjahreswerte für die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ohne die Vorjahreswerte der Fusionsbank, wie bereits oben beschrieben. Hintergrund ist, dass die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG zum 31. Dezember 2024 die Aufwendungen und Erträge für die auszugliedernden Einzelposten, die Verschmelzungsbestände als auch verschiedene Sonderpositionen des Geschäftsjahres 2024 enthielten. Diese waren entweder nicht trennbar oder keinem der angestrebten Umwandlungsvorgänge im Einzelnen zuzuordnen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG schloss zum 31.12.2024 mit dem Betrag von 0,00 €. Sofern Vorjahreswerte der Fusionsbank vergleichbar und ohne Sonderfaktoren waren, werden sie im Folgenden mit aufgeführt.

Unser Zinsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 21,9 Mio. €. Diese Entwicklung ist zum einen auf das Zinsergebnis aus den durch die Fusion hinzugekommenen Kundenbeständen zurückzuführen mit – mit 6,1 Mio. € –, als auch mit 15,8 Mio. € aus den ursprünglich eigenen Beständen. Die Zinsaufwendungen sind dabei in Summe deutlich stärker gesunken. Im Kundengeschäft konnten Zinsbindungsausläufe zu höheren Zinssätzen prolongiert werden.

Die Erhöhung der laufenden Erträge resultiert erneut vornehmlich aus höheren Erträgen aus dem bankeigenen Spezialfonds.

Das Zinsergebnis insgesamt liegt deutlich über unserer Planung.

Das Provisionsergebnis stieg um 12,3 Mio. € an, davon entfielen auf die fusionsbedingte Übernahme der Bestände etwa 4,5 Mio. €. Insbesondere die Einführung neuer Kontomodelle hat mit 6,5 Mio. € zu einer Steigerung der Provisionsergebnisse von insgesamt 8,5 Mio. € beigetragen. Auch ergaben sich höhere Erträge aus dem Wertpapiergeschäft mit unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden von 3,9 Mio. €. Diese Steigerungen kompensierten den Rückgang von Provisionseinnahmen aus Kreditvermittlungsgeschäften. Die hier zugrundeliegenden Kreditgeschäfte führen wir inzwischen wieder selbst durch. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern zeigte sich leicht rückläufig. Sowohl der Versicherungsbereich als auch das Bauspargeschäft blieben hinter dem Vorjahresergebnis mit insgesamt 0,8 Mio. € zurück. Die Erträge aus dem Außenhandel sowie den Devisen, Sorten und Edelmetallen überstiegen das Vorjahresniveau leicht.

Insgesamt haben wir die im vergangenen Geschäftsjahr geplante Steigerung des Provisionsüberschusses von 7,5 Mio. € ohne die fusionsbedingten Zugänge mit den erreichten 7,8 Mio. € übertroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen gegenüber dem Vorjahr um 17,1 Mio. € höher aus und haben damit maßgeblich zum Gesamterfolg der Bank beigetragen.

Dabei setzen sich die sonstigen betrieblichen Erträge mit 7,0 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) aus Mieterträgen zusammen. Dies untermauert die strategische Entscheidung der vergangenen Jahre, in einem begrenzten Rahmen in Renditeimmobilien zu investieren, um eine zusätzliche Ertragsquelle zu schaffen. Darüber hinaus hat der Verkauf einer Immobilie ebenfalls positiv zu den sonstigen betrieblichen Erträgen beigetragen. Insgesamt konnten wir die sonstigen betrieblichen Erträge – bereinigt um die Fusionsauswirkungen – um 14,6 % oder 1,7 Mio. € erhöhen. Damit liegt das Ergebnis über unserem Planwert von 0,9 Mio. €.

Der Anstieg des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf die Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fusionsbank zurückzuführen. Entlastend wirkte, dass die für das Jahr 2025 mit 6,0 % geplante tarifliche Steigerung der Gehälter mit Abschluss der Tarifverhandlungen nur zum Teil im Jahr 2025 in Kraft trat. Auch konnten offene Stellen nicht im anvisierten Zeitfenster besetzt werden, so dass die geplante Erhöhung um 8,0 % der Personalkosten – fusionsbereinigt – nicht im vollen Umfang eingetreten ist.

Der Sachaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Mio. € erhöht. Es entfielen 6,0 Mio. € andere Verwaltungskosten auf die übertragende Volksbank Dortmund-Nordwest eG, die bis zur technischen Verschmelzung angefallen waren. In den Aufwendungen sind 2,8 Mio. € fusionsbedingte Sachaufwendungen enthalten, die von der BAG Bankaktiengesellschaft, Hamm, und der BVR Sicherungseinrichtung erstattet wurden. Diese Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbucht. Die Besonderheiten der Ausgliederung sowie der anschließenden Verschmelzung verursachten darüber hinaus zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Ohne die Fusionsauswirkungen stiegen die Verwaltungsaufwendungen um 0,5 Mio. € an, sodass die geplante Reduzierung um 1,1 Mio. € nicht erreicht werden konnte.

Der Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich wie im Vorjahr geplant um 0,2 Mio. € reduziert.

Vorschlag für die Gewinnverteilung

Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat wird der Vertreterversammlung daher folgende Verwendung des Jahresüberschusses von 19.336.303,87 € unter Einbeziehung des Gewinnvortrages von 29.981,40 € (Bilanzgewinn von 19.366.285,27 €) vorgeschlagen:

in €20242025
Dividende8.111.125,749.780.762,00
Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage 2.000.000,002.554.000,00
Zuweisung zu anderen Ergebnisrücklagen6.500.000,007.005.321,52
Vortrag auf neue Rechnung29.981,4026.201,75
Bilanzgewinn16.641.107,1419.366.285,27

Dank

Unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden danken wir für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie war geprägt von Vertrauen und Partnerschaft und von der Akzeptanz unseres Geschäftsmodells.

Den Damen und Herren des Aufsichtsrates sowie dem Betriebsrat danken wir für die wiederum vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive Unterstützung und Beratung.

Dortmund, den 05. Mai 2026

Dortmunder Volksbank eG

Der Vorstand
Michael Martens
Markus Dünnebacke
Matthias Frentzen
Gregor Mersmann
Ludger Suttmeyer